Forum: Anschütz Umbau; In 10 Schritten von der Rear Grip zum Center Grip Unlimited

Das Anschütz Match 64 System bietet sich perfekt an, wenn's um Umbauten oder Tuning geht. 

Auch für den hier beschriebenen Umbau war Anschütz der Lieferant des Systems. 

Das Ziel ist eine 'Anschütz Center Grip'.

Die Waffe, bzw. das 64iger Matchsystem wird bis heute praktisch unverändert gebaut, sei es als MPR (Multi Purpose Rifle), als leichter Stand Stutzer sprich Jungschützen Stutzer oder als Silhouetten Waffe.
Das Model 64 ist eine abgespeckte Version des 54er Match System, das aber laut Anschütz mit ebenso guter Match Qualität.
 

Als 'Model 64 P Varmint Target Pistol' kann wieder auf diversen Silhouetten Anlagen zu sehen, . . .

 

. . . . . unvergessen das Bild von Peter Lamprecht an der EM 2003 in Ungarn, mit seiner revolutionären neuen Stellung 'Styrian Prone':

 

 

Weitere Informationen hier im 2004 Katalog von Anschütz oder auf dieser Seite > hier

 



Schritt 1:

Waffe besorgen; Wie oben schon gesagt, das System ist beim Gewehr und bei der Pistole das gleiche, für meinen Umbau ist eine 64 P verwendet worden, sie hat einen schweren und langen Matchlauf drauf.

 

Schritt 2:

Conversions Kit von Mike Dewey beschaffen



Schritte 3:


H-S Precision oder McMillan Griff Rohling besorgen.

(Ich persönlich bevorzuge anatomisch geformte Griffe, somit ist der H-S Griff für mich die bessere Wahl.)



 

Schritte 4:

Conversion Kit in den H-S Griffe einbetten;

Material: GF Matte und Polyester

Schleifen, schleifen und schleifen.
Hier ein paar Detailansichten:
 
Diese Passage wurde nachträglich noch stark verändert: Das System würde hier einen hässlichen Lücke unter dem Lauf freilassen; Das passte mir nicht, auf der Fräsmaschine wurde hier etwas modifiziert.
Schritte 5:

Der Vorderschaft des H-S Griffes ist mit einem ziemlichen Hohlraum versehen, . .

. . und da der KK Lauf etwas höher zu liegen kommt als der für diesen Griff vorgesehene Grosskaliberlauf, muss man hier etwas Polyester aufbauen.

Um Gewicht zu sparen, schafft man mit etwas Karton (die alten VSMS Flyer tun's vorzüglich) auch einen möglichst grossen Hohlraum, . . 

. . bevor man alles mit Polyester zupappt.
Schritt 6:

Die schlussendliche Form unter dem Lauf macht man optimal mit einem Dummy Lauf, welcher einen paar Millimeter grösseren Durchmesser aufweist, damit der richtige Lauf später einen schönen und gleichmässigen Spalt aufweisst, sieht . .
. . . dann so aus.
Schritte 7:

Dann erfolgt Spachteln und fein schleifen bis zum gewünschten Finish.

Ich hab's etwas übertrieben, man bedenke, dass man als schlussendlichen Finish ja keinen spiegelglatten perfekt lackierte Oberfläche möchte, sondern eher einen rauen und griffsicheren Finish haben möchte. Also muss die Vorarbeit nicht ganz so perfekt sein.

Hier, wie oben erwähnt, die optimierte, sprich verkleinerte Lücke. In diese Öffnung kommt ja der Haltewinkel für den Abzugszüngel. 
Der mit dem Dewey mitgelieferten Pillar wurde fein säuberlich eingepasst und verspachtelt.
Gespachtelt und fertig geschliffen, bereit für den farblichen Finish.

Schritte 8:

Der farblichen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt, also jeder so wie es ihm gefällt.

Der asymmetrische und ergonomisch geformte Abzugszüngel ist von der
Hämmerli SP20. 
Detailansicht auf die gefrästen Flutungen.


Das Finish ist bei dieser Waffe dunkel gehalten, ist aber nicht brüniert, sondern schwarz verchromt.
Das Visier ist von der guten alten Hämmerli 208; Davon gibt's verschiedene Visierblätter mit unterschiedlichen Spaltbreiten.

(Weiss der Hund woher ich die habe, sogar Rohlinge habe ich irgendwo in einer Schublade gefunden; Damit werde ich mir später ein Kimmenblatt mit einer für mich optimalen Spaltbreite machen.)  


Schritte 9:

Das Resultat lässt sich sehen, auf jeden Fall freut man sich auf den ersten Einsatz auf der Range.



Schritte 10:

Schiessen und geniessen !

Resultate und Schussbilder folgen !

 

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